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Aktuelles

Urbilder der Märchen und Mythen

Möchten Sie einmal ganz eintauchen in die Bilderwelt der Märchen und Mythen? Die Märchen und Mythen führen uns  in eine Welt der Urbilder unserer Seele.

Termine 2017:  12. - 14.10. / 07.12. - 09.12.

Termine 2018: 11. - 13.01. / 08. - 10.03.

In diesem Seminar haben Sie die Möglichkeit, Ihre Lieblingsmärchen zu illustrieren und es damit zu neuem Leben zu erwecken; oder Sie können durch eine spielerische Methode den Urbildern nachspüren und Ihr eigenes Märchen erschaffen.
Kursleitung: Annegret von Pusch
Material: Pflanzenfarben, Aquarellfarben, Zeichenstifte und Kohle.
Flyer: Alle Seminare mit Annegret von Pusch

Ein Märchen entstanden aus den Symbolen: Schaf  -  Pyramide  -  Würfel  -  Waage  -  Schlüsselloch  -  Pfeil  -  Fragezeichen  -  Mond  -  Apfel.

Die goldene Pyramide

 Ein Schaf lebte ganz allein auf einer großen saftigen Wiese.  Sein einziger Freund war der Mond, der nachts am Himmel stand und zu ihm hinab schaute.  Sie unterhielten sich über dies und das, denn der Mond hatte schon so viel gesehen, und er erzählte dem Schaf vieles über die Welt jenseits der großen saftigen Wiese.  Aber nie konnte der Mond vom Himmel herab steigen oder das Schaf hinauf.  Da fing das Schaf an, eine große Sehnsucht in sich zu fühlen, und es bat den Mond um Rat und fragte : „Was kann ich tun ?“  Der Mond sagte : „Du kannst auf deine Träume lauschen, die werden dir zeigen, wohin dein Leben dich führt.“

Da bemerkte das Schaf, wie es schon oft im Traum zwei Wesen gesehen hatte, die genauso aussahen wie es selbst, die miteinander herum tollten und spielten.  Das war die Sehnsucht, erkannte das Schaf : Es wollte sein Gleiches finden !  In einer klaren Vollmondnacht, als der runde Mond gerade über der Wiese aufgegangen war, verabschiedete sich das Schaf von seinem einzigen Freund und sagte : „Ich will mich auf die Reise machen, um meinesgleichen zu finden.“  Der Mond lächelte weise und gab ihm Mut und Ausdauer mit auf den Weg.

Das Schaf lief nun bis an die Grenze seiner großen, saftigen Wiese.  Dort kam es an ein riesiges Tor, durch das an einigen Stellen ein geheimnisvolles Licht strahlte, und das genau in der Mitte ein Schlüsselloch hatte.  Das Schaf richtete sich auf seine Hinterbeine auf, schaute durch das Schlüsselloch und sah das folgende Bild :  In wunderbarer Ferne stand eine goldenen Pyramide, zu der ein gewundener Weg führte, an dessen Anfang ein blühender Apfelbaum stand.  Unter dem Baum lag auf einem Stamm ein Apfel, von einem Pfeil durchbohrt ; dieser zeigte auf den Weg.  Da machte sich das Schaf auf, um diesen blühenden Apfelbaum zu finden.  Es lief und wurde nicht müde, bis es den Baum fand, unter dem, wie es schon wusste, auf einem Stamm ein Apfel lag, von einem Pfeil durchbohrt.

Nach langer Zeit nun teilte sich plötzlich der Weg.  In die eine Richtung ging es geradeaus an einer großen, saftigen Wiese entlang.  Zur anderen Seite führte der Weg gewunden durch eine heiße Wüste.

Oh, wie wurde unser Schaf da müde und ängstlich.  Welcher Weg war denn nun der richtige ?  Kein Pfeil, kein Baum, kein Apfel wies ihm den Weg.  Es schloss die Augen, ließ den Kopf hängen, aber bevor die Mutlosigkeit es ganz ergreifen konnte, sah es wieder das wunderschöne Bild, das es durch das Schlüsselloch erblickt hatte.  Da war der Weg : gewunden durch eine goldene Landschaft hindurch.  Das Schaf hob den Kopf, schaute auf den gewundenen Weg : Ja, genauso sah er aus !  Das ist mein Weg !

Nun, da es sich entschieden hatte, kam alle Kraft, aller Mut zurück und es trabte freudig den mühsamen Weg hinauf.

Und so kam es zur goldenen Pyramide.  Dort wuchsen Apfelbäume, und eine große, saftige Wiese umgab sie.  Beim Näherkommen konnte unser Schaf schon erkennen, dass dort auf der Wiese ein ihm sehr ähnliches Wesen stand und auf es wartete.  Freudig liefen die Beiden aufeinander zu, unser Schaf hatte seinesgleichen gefunden, welch eine Freude !  Und mit der Zeit kamen noch mehrere hinzu, es war genug Platz auf der großen saftigen Wiese bei der großen Pyramide.

 

( Dieses Märchen ist entstanden im Kurs :  Die Urbilder der Märchen und Mythen.)

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